Neuer Bürgersteig soll zu einer Barriere werden

25. Februar 2010 - 19:52

Oestrich. Der Verkehrsausschuss wird sich am Dienstag erneut mit der Verkehrssituation in Oestrich befassen. Dazu gab es am Mittwoch noch einmal eine Ortsbesichtigung, an der neben den Politikern auch Vertreter der Verwaltung auch der Ortsring-Vorsitzende Friedhelm Siegismund teilnahm.

Besprochen wurde unter anderem die Verkehrssituation Gravemannring/Beilstraße. Dort führt die Straße rechts an einer Baumgruppe vorbei. Dieses Straßenstück ist aber so eng und in einem solch desolaten Zustand, dass viele Verkehrsteilnehmer das neue angelegte Stück der Beilstraße nutzen.

Um diesen möglichen Unfallschwerpunkt zu entschärfe, soll der verkehrsberuhigte Bereich rund um den Gravemannring auf die Beilstraße und den anschließenden Heinrich-Steden-Weg ausgeweitet werden. Dadurch ist es dann auch möglich, dass Autofahrer - trotz Rechtsfahrgebot - den neu asphaltierten Teil der Beilstraße nutzen können, weil durch die Temporeduzierung nicht davon auszugehen ist, dass es zu Unfällen im Begegnungsverkehr kommen könnte.

Friedhelm Siegismund schlug vor, die Beilstraße in der Mitte zu sperren, sodass sie bis zu diesem Punkt von beiden Richtungen befahren werden könnte. Dagegen sprach sich die Feuerwehr aus.

Bei möglichen Bränden muss der Unglücksort schnellstens erreichbar sein. Wertvolle Zeit würde verstreichen, wenn die Hilfskräfte erst einen Poller abmontieren müssten.

Ein zweiter Diskussionspunkt war der „Bürgersteig” an der Kirchenmauer, der von Autofahrern oftmals als Fahrbahn genutzt wird, um nach rechts in die Grürmannsheider Straße abzubiegen. Um die Sicherheit von Fußgängern zu erhöhen will die Verwaltung prüfen, ob dort die Anlage eines etwa bis 50 Zentimeter breiten Bürgersteiges, der eine abgesenkte Bürgersteigkante erhalten soll, möglich ist. So ist dieser Bereich für Autofahrer besser als Bürgersteig erkennbar.

Zusätzlich soll noch ein auf der Fahrbahn angebrachter Hinweis „Vorsicht Kinder” die Autofahrer, die von der Grürmannsheider Straße in den Spielstraßenbereich einfahren, zu erhöhter Achtsamkeit auffordern.

Ein Beschlussvorschlag der Verwaltung zu beiden Punkten liegt noch nicht vor, er wird in der Sitzung formuliert.

Daneben wird sich der Ausschuss mit der Anlage eines Zebrastreifens auf der Lösseler Straße in Höhe der Mittelstraße beschäftigen.

Zahlreiche Bürger haben im Interesse der Schulwegsicherung ihrer Kinder zur Grundschule Saat die Einrichtung dieser Überquerungshilfe gefordert. Oberhalb der Einmüdung Haydnweg befindet sich eine Bushaltstelle. Unmittelbar nach einer Bushaltestelle ist aus rechtlichen Gründen die Anlage eines Zebrastreifens nicht möglich. Ein Standort weiter oberhalb liegt außerhalb der Laufrichtung und ist daher nicht mehr relevant. Ein Zebrastreifen bietet sich nur im unmittelbaren Bereich der Einmündung Mittelstraße in die Lösseler Straße an. Diese Querungshilfe könnten dann nicht nur Schulkinder aus dem oberen Teil der Lösseler Straße, sondern auch solche aus den Bereichen Gerickestraße / Am Hang / Zum Amtswald / Mittelstraße nutzen. Der Zebrastreifen würde dort im Einfahrtsbereich der Bushaltstelle angelegt, was rechtlich unbedenklich ist.