Friedhelm Siegismund leitet weiterhin den Ortsring Oestrich
Oestrich. Friedhelm Siegismund bleibt Vorsitzender des Heimatvereins Ortsring Oestrich. Er ist am Freitag in der Jahresversammlung ebenso einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt worden wie Schriftführer Manfred Türke.
Außerdem verlängerte die Versammlung die Amtszeit von Kassierer Jürgen Echtermann bis ins nächste Jahr. So wird sichergestellt, dass die Posten des Kassierers und des 2. Vorsitzenden künftig immer im selben Turnus zur Wahl stehen.
Zur Verstärkung des geschäftsführenden Vorstands wurden fünf weitere Frauen und Männer gewählt. Martina Fingerhut bekleidet künftig das Amt der stellvertretenden Kassiererin, während Britta Rademacher als Vize-Schriftführerin mitwirkt. Als Beisitzer ergänzen Uli Neveling, Paul Teworte und Barbara Schulte das Leitungsteam.
Dass die Gewählten keine leichten Aufgaben vor sich haben, wurde aus dem Kassenbericht von Jürgen Echtermann deutlich. Im Jahr 2009 gelang es zwar, „die Wirtschaftskrise zu meistern” und Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht zu halten. Doch es zeichnete sich auch ab, dass die Finanzlage schwieriger wird. So wies Echtermann darauf hin, dass bei der Appeltatenkirmes die Ausgaben für die GEMA um 31 Prozent gestiegen seien. Der Sanitätsdienst verteuerte sich sogar um 41 Prozent. „Das stimmt nachdenklich”, mahnte Echtermann.
Zwar konnte beim Osterfeuer ein Plus von rund 800 Euro erwirtschaftet werden. Doch dieses Geld ging durch ein ebenso hohes Minus bei der Konzertveranstaltung mit einem A-Cappella-Chor gleich wieder verloren. Siegismund nannte es „deprimierend”, dass nur 26 Zuhörer und darunter nur ganz wenige Oestricher zu diesem Konzert gekommen waren. Er appellierte an den Gemeinsinn der Oestricher. Wenn einer der Vereine oder der Ortsring etwas auf die Beine stelle, dürften die anderen den Veranstalter nicht im Stich lassen. Siegismund musste sich aber auch den kritischen Einwand anhören, ob es denn „Aufgabe des Ortsrings” sei, solche Kulturveranstaltungen von außerhalb nach Oestrich zu holen.
Die unumgänglich gewordene Reparatur des Stromverteilerkastens auf dem Dorfplatz wird den Ortsring in den kommenden Monaten beschäftigen. Dieser Kasten ist für die Kirmes und andere Veranstaltungen unentbehrlich. Türke sprach von einem fünfstelligen Reparaturbetrag. Unklar ist allerdings, inwieweit der Ortsring, die Stadt oder die Stadtwerke für den Kasten verantwortlich sind. Der Vorstand will mit den zuständigen Stellen sprechen. Dabei soll auch geprüft werden, ob ein Scheinwerfermast errichtet werden kann.
In seinem allgemein gehaltenen Jahresrückblick stellte Siegismund nicht ohne Stolz fest, dass Oestrich ein sehr lebendiger und aktiver Ortsteil sei. Bezogen auf Einwohnerzahl und Fläche werde im Vergleich zu anderen Ortsteilen Hervorragendes geleistet. Das ehrenamtliche Engagement könne gar nicht hoch genug geschätzt werden.
Das kommt auch im Terminkalender für 2010 zum Ausdruck. Höhepunkte sind das Osterfeuer, das Maibaumfest (diesmal mit Schützenfest vom 30. April bis 2. Mai), der Schnadegang von Lasbeck über den Honsel (8. Mai), die Appeltatenkirmes (20. bis 23. August) sowie der Martinszug am 13. November.
Wie berichtet wurde, wird Oestrich im Jahr 2011 wieder am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” teilnehmen. Zur Vorbereitung wurde eine Kommission gegründet.
