Letmather und Oestricher Frauen von ihrer verrücktesten Seite
Letmathe/Oestrich. Wie Sturzbäche sind am Donnerstag im Letmather und Oestricher Pfarrheim die Lachtränen geflossen. Die katholischen Frauengemeinschaften hatten zur Weiberfastnacht eingeladen und dank eines jeweils tollen Programms kochte die Stimmung im Laufe des Abends förmlich über.
In Oestrich waren die jecken Weiber - abgesehen von Ecce Wunderlich, der sich aber hinter seiner rollenden Disco in Sicherheit gebracht hatte - unter sich und zogen deshalb das vermeintlich starke Geschlecht durch den Kakao, dass es schäumte. Die Theatergruppe hat sich im Laufe der Jahre eine närrische Professionalität angeeignet, die ihres Gleichen sucht. In Vorträgen und Sketchen agierten Uschi Lange, Christiane Görlitz, Lizzy Genau, Ingrid Hippel, Ulrike Krämer, Walburga Richartz und Inge Siegismund so urkomisch, dass es die Weiber im Publikum nicht auf den Stühlen hielt und eine Rakete nach der anderen im Saal abhob. Lotte Goldbach durfte als Moderatorin durch ein Programm, das für den Oestricher Gemeindekarneval am heutigen Samstag an gleicher Stätte nochmals Superstimmung garantieren dürfte - sofern die an mitfeiernden männlich Narren auch über sich selbst lachen können.
Nicht viel anders ging es im Pfarrheim St. Kilian zu, wo das Publikum mit dem als Ritter gewandeten Pfarrer Niemeier, Alfons Kersten an der Technik und Musiker Bernd Gimpel mit ein paar Männern mehr durchsetzt war. Auch die erlebten die Frauen an diesem Abend von ihrer verrücktesten Seite und eine bunte Abfolge von Reden, Szenen, Liedern, die kein Auge trocken ließen. Raketen wurde auch am Fuße des Kiliandomes in Hülle und Fülle gestartet und für die Akteurinnen Susanne Rüter, Cordula Trotier, Veronika Müller, Susanne Bellebaum, Bettina Tammen, Josefa Schneider, Thomas Bellebaum, Dominik Müller, Sina Rüter, Beate Niebuhr, Beate Vogtländer, Dorothee Ludwig, Heike Sedelies und Silvia Kunkel ernteten stürmischen Applaus.
Bis in die Nacht wurde in beiden Pfarrheimen auch nach Ende des jeweiligen Programms noch kräftig geschunkelt und gefeiert - wozu Frauen ganz offensichtlich nicht (immer) Männer brauchen.
